Undeutsch Steuerberatung
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Aktuelles

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Steuertipps September und Oktober 2017

Termine September 2017

15. September 2017

  • Umsatzsteuer Juli 2017

  • Lohnabgaben (L, DB, DZ, KommSt, DGA) August 2017

  • Werbeabgabe Juli 2017

30. September 2017

  • Einreichung von Jahresabschlüssen 2016 von Kapitalgesellschaften beim Firmenbuchgericht

  • Rückzahlungsanträge für ausländische Vorsteuern für das Jahr 2016

  • Herabsetzungsanträge für die Vorauszahlung Einkommen- und Körperschaftsteuer 2017

Termine Oktober 2017

16. Oktober 2017

  • Umsatzsteuer August 2017

  • Lohnabgaben (L, DB, DZ, KommSt, DGA) September 2017

ab 1. Oktober 2017

  • Beginn der Anspruchsverzinsung für die Nachzahlung/Gutschriften in der Einkommen- und Körperschaftsteuer 2016

31. Oktober 2017

  • Antrag auf Ausstellung eines Freibetragsbescheides 2017

Was gibt's Neues?

Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen

Immer öfter taucht die Frage auf, wie Kryptowährungen (virtuelle Währungen) steuerrechtlich zu behandeln sind.

Kryptowährungen in der Einkommensteuer

Virtuelle Währungen können sowohl im Betriebsvermögen, als auch im Privatvermögen gehalten werden. 

1. Kryptowährungen im Betriebsvermögen

Werden Kryptowährungen im Betriebsvermögen gehalten, so sind bei bilanzierenden Unternehmern die maßgeblichen Bewertungsvorschriften des Einkommensteuergesetzes bzw. bei Gewinnermittlern nach § 5 EStG zusätzlich jene des Unternehmensgesetzbuches zu beachten. Dabei ist eine Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen zu treffen. 

Bei einem Unternehmer der Kryptowährungen an der „Börse“ kauft und dort auch wieder in Euro bzw. eine andere virtuelle Währung umtauscht, können Kursgewinne bzw. -verluste entstehen, die im Rahmen der steuerlichen Gewinnermittlung zu berücksichtigen sind. Maßgebend ist dabei der aktuelle Tageswert. 

Virtuelle Währungen sind wie sonstige betriebliche Wirtschaftsgüter zu behandeln, sodass daraus resultierende Einkünfte zum Einkommensteuertarif zu erfassen sind. 

Kryptowährungen können aber auch an andere Marktteilnehmer (private Personen oder auf Handel mit Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen) zinsbringend verliehen werden. Dabei realisierte Wertsteigerungen stellen Einkünfte aus Kapitalvermögen dar und unterliegen dem Sondersteuersatz von derzeit 27,5% KESt. 

Die Schaffung von Kryptowährungen („Mininig“), das Betreiben einer Onlinebörse oder eines Kryptowährung-Geldautomaten werden als gewerbliche Tätigkeiten angesehen. Gewinne sind daher ebenfalls zum Einkommensteuertarif zu erfassen. 

2. Kryptowährungen im Privatvermögen

Werden Kryptowährungen im Privatvermögen zinsbringend veranlagt, so stellen realisierte Wertänderungen Einkünfte aus Kapitalvermögen dar und unterliegen dem Sondersteuersatz von derzeit 27,5% KESt. 

Werden Kryptowährungen die sich im Privatvermögen befinden nicht zinsbringend veranlagt, so sind sie nur dann steuerrelevant, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt (Spekulationsgeschäft).

Kryptowährungen in der Umsatzsteuer

Aufgrund der Rechtsprechung des EuGH zur Kryptowährung Bitcoin, ergeben sich folgende (lediglich) auf Bitcoin zutreffende umsatzsteuerliche Aussagen: 

Umtausch von gesetzlichen Zahlungsmitteln zu Bitcoins und umgekehrt

Werden gesetzliche Zahlungsmittel (z.B. Euro) zu Bitcoins umgetauscht und umgekehrt, ist dies eine steuerfreie Tätigkeit. 

Verwendung von Bitcoins für die Bezahlung von Lieferungen und sonstigen Leistungen

Umsatzsteuerlich werden Bitcoins als vereinbartes Zahlungsmittel anerkannt, dies bedeutet, dass Lieferungen oder sonstige Leistungen, deren Entgelt in Bitcoins besteht, gleich zu behandeln sind wie andere Lieferungen und sonstige Leistungen, deren Entgelt in gesetzlichen Zahlungsmitteln wie z.B. Euro besteht.

Bemessungsgrundlage einer derartigen Lieferung oder sonstigen Leistung ist der Wert des Bitcoins.  

Das Bitcoin-Mining unterliegt nach Auffassung des BMF, aufgrund der EUGH-Rechtsprechung, mangels identifizierbarem Leistungsempfänger nicht der Umsatzsteuer.

Sie haben noch Fragen?

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Natalie Opocensky
Steuertipps Juli und August 2017

Termine Juli 2017

17. Juli 2017

Umsatzsteuer Mai 2017
Lohnabgaben Juni 2017

Termine August 2017

16. August 2017

Umsatzsteuer Juni 2017
Umsatzsteuer April bis Juni 2017 (bei Quartalsfälligkeit)
Lohnabgaben Juli 2017

Kraftfahrzeugsteuer April bis Juni 2017

31. August 2017

SVA-Beiträge 3. Quartal 2017

Was gibt's Neues?

Automatische Spendenabsetzbarkeit

Mit 1.1.2017 wurde die Spendenabsetzbarkeit neu geregelt. Ihre Spenden werden von den Spendenorganisationen ab 2017 verpflichtend direkt an Ihr Finanzamt gemeldet und erstmals automatisch in Ihre (Arbeiternehmer)Veranlagung für das Jahr 2017 übernommen.

Die von Ihnen geleisteten Beträge werden automatisch in Ihrer Veranlagung berücksichtigt und sind somit steuerlich absetzbar, wenn Sie der Spendenorganisation Ihren Vor- und Zunamen, sowie Ihr Geburtsdatum bekannt geben. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihre Daten korrekt bekannt geben und insbesondere, dass die Schreibweise Ihres Namens mit jener im Meldezettel übereinstimmt!

Das Finanzamt hat hierfür einen Folder zusammengestellt.

Sie haben noch Fragen?

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Natalie Opocensky